Die geschwungene Erschließungsanlage des denkmalgeschützten Kaiserhofs (erbaut um 1900) wurde im Zuge der Sanierung partiell rückgebaut und neu interpretiert. Ziel des Entwurfs war es, die wuchtige und durch Hangwasser stark geschädigte Massivkonstruktion durch eine filigrane Formensprache abzulösen. Die neue Struktur begegnet der mondänen Architektur des Bestands mit subtiler Leichtigkeit und eleganter Zurückhaltung, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Materialität & Bauphysik Die reduzierte, authentische Materialpalette ordnet sich dem historischen Kontext unter, zeigt aber eine klare zeitgenössische Haltung:
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Erschließung: Puristische Ausführung der Treppenläufe in Sichtbeton.
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Absturzsicherung: Ein filigranes, verzinktes Geländer, dessen Materialität bewusst auf die prozesshafte Ausbildung einer dunkel oxidierenden Patina ausgelegt ist.
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Feuchtemanagement: Ein feuchtigkeitsregulierender Putz in natürlicher Farbgebung reagiert bauphysikalisch auf die komplexe Hangwassersituation. Die gezielt texturierte Applikationstechnik maximiert die Oberflächentopografie und optimiert so den Diffusions- und Austrocknungsprozess.